Brillenkauf für Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche
Beim Kauf einer Kinderbrille sollten Sie auf folgende Dinge achten:
1. Fassungsgröße und -form:
Diese sollte sich der Gesichtsform anpassen. Das Gestell sollte nicht zu groß sein. Je kleiner, desto geringer das Gewicht. Die Augendurchblickspunkte sollten im Glasmittelpunkt sein. Der obere Brillenrand sollte mit den Augenbrauen abschließen.
2. Nasensteg:
Möglichst Sattelsteg (keine Seitenstege); am besten aus Silikon, da so besonders weich.
3. Bügel:
Möglichst Gespinstbügel, evtl. mit Silikonüberzug (besonders weich).
4. Gläser :
Kunststoffgläser aufgrund der Bruchgefahr von Glasgläsern. Keine runden Gläser, da Verdrehung beim Putzen möglich (beim Ausgleich einer Hornhautverkrümmung nicht geeignet, da es zu einer Verschiebung der Achsenlage des Korrekturglases kommen kann).
Mögliche Probleme mit der Brille, insbesondere mit der ersten Brille:
1. Das Kind will die Brille nicht tragen:
Das ist ein normales Verhalten - auch wenn die Brillenverordnung korrekt und die Gläser richtig angepasst sind. Den Kindern muß eine längere Eingewöhnungszeit zugestanden werden. Zur Eingewöhnung sollten Wachzeiten genutzt werden, in denen Ihr Kind abgelenkt ist - etwa auf dem Spielplatz, im Kinderwagen oder beim Spazierengehen. Sie könne auch mit einem Belohnungssystem arbeiten (besondere Zuwendung,kleine Geschenke oder Fernseherlaubnis, wenn das Kind die Brille für eine bestimmte Zeit trägt). Die Tragezeiten sollten dann langsam verlängert werden. Eine Kontrolle mit der neuen Brille ist meist nach 8-12 Wochen vorgesehen.
2. Das Kind meint, ohne Brille besser sehen zu können:
Gerade bei weitsichtigen Kindern ist dies anfänglich vor allem beim Sehen in die Ferne mit der Brille häufig möglich, da die Fehlsichtigkeit ohne Brillenkorrektur durch starke, unbewusste Anspannung eines Muskels im Auge (Akkomodation) ausgeglichen wird. Eine ausreichende Entspannung der Akkomodation wird aber nur erreicht, wenn die Brille nicht ständig abgenommen wird. Denn nur bei konstantem Tragen bessern sich die Beschwerden oder verringert sich das Schielen. Versuchen Sie dem Kind zu erklären, dass die Brille nicht zum Scharfsehen ist, sondern den Augen hilft, nicht so schnell müde zu werden.
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Ihre C. Drieschner
Praxis Wessling:

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